Skiaskopie

Auch genannt: Zylinderskiaskopie, Schattenprobe

Die Skiaskopie ist eine Methode zur objektiven Bestimmung eines Refraktionsfehlers (Brechkraftfehler) des Auges.

Der Untersucher leitet mit Hilfe eines speziellen Instrumentes (Skiaskop) einen Lichtstrahl ins Auge und beobachtet den Reflex des Lichtes auf der Netzhaut. Durch Zwischenschalten verschieden starker Korrekturlinsen wird die Intensität und die Bewegung des Reflexes verändert. Der Untersucher kann aus diesen Phänomenen die Brechkraft exakt ermitteln.

Vor der Untersuchung wird das Auge eingetropft (Atropin oder ähnliche Tropfen), um die Pupille zu erweitern und den Akkommodationsmuskel vorübergehend auszuschalten. Dies ist für die Messgenauigkeit unerlässlich. Die Wirkung (meist ist das Lesen dadurch deutlich erschwert) dauert je nach Art der verwendeten Tropfen eine bis mehrere Stunden (bei Erwachsenen werden kurzzeitig wirkende Tropfen eingesetzt).

Das Messergebnis wird wohl zur Brillenbestimmung herangezogen, meist ist aber ein Feinabgleich unter Mitarbeit des Patienten in einer weiteren Sitzung erforderlich.

Geschichtliches

Diese einfache und exakte Methode wurde in Wien von Prof. Lindner (Vorstand der damaligen 2. Universitäts-Augenklinik) in den Zwanzigerjahren des 20. Jhdt. entwickelt und ist auch heute die sicherste Art Fehldioptrien zu bestimmen. An Aussagekraft ist sie den Computer-Sehtests weit überlegen.

Siehe auch: Computer-Sehtest